Südafrika 2011

 

 

Shelly Beach & die Protea Banks

 

Im November 2011 zog es uns nach Südafrika. Von Frankfurt flogen wir über Johannesburg weiter nach Durban, wo wir einen Leihwagen mieteten um weiter nach Süden zu fahren. Nach 1,5 Stunden fahrt (auf der falschen Seite!!!) erreichten wir unser erstes Reiseziel, Shelly Beach. Wir bezogen unser Apartment im Breakerview und genossen die tolle Aussicht aufs Meer. Am nächsten Morgen machten wir uns in aller Frühe auf zur Tauchbasis von African Dive Adventure, gleich am Hafen wo Roland Mauz schon auf uns wartete. Getaucht wurde immer auf den 7 Km vor der Küste gelegenen Protea Banks die weltberühmt für ihre Haibegegnungen sind... und darum ging es hier... ums Haitauchen! Was aber nicht das einzige Abenteuer bleiben sollte, denn zum Tauchen gehört auch das Bootfahren. Was hier fast genau so spannend ist wie das Tauchen selbst. Nachdem das Boot vor jeder Ausfahrt ins Wasser gelassen war, folgte der Ritt durch die Brandung mit anschließender 20 minütiger Fahrt zu den Banks, dann  die Tauchgänge und der Ritt zurück mit anschließender Landung am Strand...! Die Tauchgänge selbst waren sehr anspruchsvoll, strömungsreich und führten immer durchs freie Wasser. Wir hatten bei jedem Tauchgang Haibegegnungen, am häufigsten waren Gruppen von Hunderten von Hammerhaien (leider zu weit weg für anständige Bilder), Bullenhaie (die hier Zambezi genannt werden) Schwarzspitzenhaie, Düsterehaie und Sandtigerhaie. Leider sah ich keinen Tigerhai, dafür traf ich das wohl letzte Sandtigerhaiweibchen der Saison. Weiterhin hatten wir große Barsche und Rochen sowie jeden Tag (von Land und vom Boot aus) Buckelwale. Um die großen Fische besser vor die Linse zu bekommen machte ich 2 angefütterte Tauchgänge. Hier wurden die Haie zuerst vom Boot aus angelockt und dann mit einer mit Sardinen gefüllten Waschtrommel beim Boot gehalten. Diese hing an einem 10m langem Kabel und es konnte so lang getaucht werden wie man Luft in der Flasche hatte. Bei beiden Tauchgängen hatte ich mehrere Schwarzspitzen- und Bullenhaie, die alle samt ruhig und friedlich waren. Alle Tauchgänge waren im Vorfeld von Roland und seinen Leuten super gebrieft und perfekt durchgeführt worden. Mein nächster Besuch wird zur Tigerhaisaison sein!

 

 

 

Bushland Game Lodge & Hluhluwe-Umfolozi-Park

 

 In den ersten 8 Tage in Shelly Beach nutzen wir die tauchfreie Zeit, um uns mit gutem Kartenmaterial und möglichst vielen Infos für unseren nächsten Reiseabschnitt zu versorgen. Eine große Hilfe dabei waren Beulah und Roland von unserer Tauchbasis African Dive Adventure, die uns nicht nur mit Tipps und Infos über den Krüger Nationalpark (2 absolute Krügerfans) versorgten, sondern uns auch bei der Wahl und Beschaffung der richtigen Malariamedikamente zur Seite standen. Das Wetter wollte nicht besser werden und so machten wir uns mit unserm Leihwagen auf den 5 Stunden langen Weg (immer noch auf der falschen Straßenseite) nach Norden in die Bushland Game Lodge. Hier war das Wetter deutlich besser, aber gleich beim verlassen der Hauptstraße stellten wir anhand der aufgeweichten Sandstraßen mit großen Pfützen fest, dass es auch hier die letzte Zeit geregnet hatte. Kurz nach der Ankunft machte ich auch gleich meine erste Erfahrung mit einer ausgewachsenen Giraffe (gut 4,5m groß, keine 12m von mir entfernt und alles auf offenem Gelände, nur ein kleiner Baum in der Nähe, ich musste sehr hoch gucken). Tja, wir waren halt in Afrika, so ist das wohl hier! Am nächsten Tag ging es früh los, um unsere 2 ersten Gamedrives mit Ranger Craig im Hluhluwe-Umfolozi Park zu unternehmen. Echt toll, wir sahen Giraffen (diesmal aus dem sicheren Auto), Nashörner, Büffel, Gnus, Zebras, Antilopen, Warzenschweine mit Babys, Affen, eine Schlange, ein Krokodil, drei Geparden und einen Löwen der sich in einem Baum ausruhte. Sowie jede Menge Vögel und anderes Getier.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Krüger Nationalpark

 

Nach 2 Tagen in der Bushland Game Lodge, dem Hluhuwe-Umfolozi Park und einem gutem Frühstück verließen wir morgens das Land der Zulu und machten uns auf in den Krüger-Nationalpark. Wir wählten die zwar kürzere aber auch spannendere Route quer durch Swasiland... Ich wollte ja schon immer mal durch Swasiland fahren??? Die Grenzkontrolle in Südafrika war straff organisiert aber Ok... also nix wie mal eben nach Holland rüber...  von großem Interesse war das Auto: Zulassung, Nummernschild, Versicherung und die frische Ausparkbeule von morgens. Ah ja... Leihwagen... Ok! Noch nen Paar nette Tipps für Swasiland und Schwups, konnten wir ausreisen. An der Swasilandkontrollstelle, also 70m weiter... ne ganz andere Welt... ne alte Holzhütte mit blanken Betonboden, voll mit farbigen Truckern ging es erst mal um unsere Pässe und dann ums Auto... Nummernschild, ah ja... Leihwagen... OK! Eben die Straßengebühr bezahlt, draußen noch mal die Pässe und die Mautquittung gezeigt und los einmal über Mbabane (da wollte ich ja auch schon immer mal hin?) quer durch Swasiland. Swasiland hat uns landschaftlich sehr an Österreich erinnert, hohe Berge, enge nicht enden wollende Straßen und viel Nebel. Die Aus- und wieder Einreise nach Südafrika ging ohne Probleme... wir wussten ja jetzt, dass es ums Auto ging! 60 Km später erreichten wir unser Ziel, das Malelane Gate im Süden des Krüger Nationalparks. Die nächste 5 Tage führte uns unsere Route von Süden über die Restcamps Berg-En-Dal nach Skukusa, Satara, einen 2 Stunden Abstecher nach Olifants, weiter nach Letaba und Mopani im Norden des Parks. Wir machten täglich geführte Gamedrives am frühen Morgen... 3 Uhr aufstehen, 3:45 Uhr mit dem Ranger treffen um dann von 4 bis 8 Uhr auf Pirschfahrt zu sein sowie nach der Ankunft im nächsten Camp in den Abend hinein. Einen Bushwalk schaffte ich leider nicht. Wir sahen Unmengen an Tieren nur leider keinen Leoparden. Zum Schluss noch ein dickes "Danke Schön" an Günter Mauz und sein Reisebüro für die gute Beratung vor der Reise, der Planung und Organisation von allem. 

 

 

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